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Forum / Sandras Phantasiegeschichten

BORG-INTEGRATION – Eine Geschichte ohne Ende (Kapitel 1)

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von skyfsandra · erstellt am 06.09.2026 22:45

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skyfsandra

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KAPITEL 1: DIE DIAGNOSE

Die Decke war weiß. Nicht die warme Weiße von Wolken oder Schnee, sondern die kalte, sterile Weiße von Krankenhaus-Fluoreszenzlampen, die nie ganz stillstanden – sie summten leise, ein Ton so tief, dass man ihn erst hörte, wenn man aufhörte nachzudenken.

Sandra lag im Bett und starrte auf eine kleine Wasserfleckenkarte an der Decke. Ihr Herzmonitor summte neben ihr: bup, bup, bup – gleichmäßig, geduldig, wie ein Uhrwerk, das noch nicht wusste, dass es bald aufhören würde zu zählen.

Die Tür ging auf.

Er kam herein ohne Eile, der Arzt. Weißes Hemd über blauen Kittel, Stethoskop um den Hals, eine Mappe in der Hand. Seine Haare waren weiß und nach hinten gekämmt, seine Brille saß tief auf der Nase. Er stellte sich ans Bettende, schlug die Mappe auf und las.

Sandra sah ihn an. Sie brauchte nicht zu fragen, was er sagen würde. Man erkennt es an dem Gesicht – an der Art, wie man den Stift dreht, bevor man spricht.

„Frau Sandra", sagte er. Seine Stimme war leise, aber klar. „Ich muss Ihnen eine schlechte Nachricht geben."

Er hielt inne. Nicht zu lange – gerade so, dass sie spürte, dass es wichtig war.

„Die Tumore haben sich in den letzten Wochen stark ausgebreitet. Leber, Lunge, Knochenmark. Wir haben alles versucht, was wir konnten." Er legte die Mappe auf das Nachttischchen und faltete die Hände vor sich zusammen. „Ich muss ehrlich mit Ihnen sein: Es sind keine Monate mehr. Es sind Tage. Vielleicht eine Woche. Vielleicht weniger."

Die Worte fielen in den Raum wie Steine in stilles Wasser. Sandra spürte, wie sie durch ihren Körper liefen – von der Brust bis in die Zehen – und dort ankamen, wo man nichts mehr damit anfangen konnte.

Sie sagte nichts. Der Monitor summte weiter: bup, bup, bup.

Der Arzt sah sie an. In seinen Augen war etwas, das er nicht verbergen wollte.

„Aber", sagte er.

Nur dieses eine Wort. Und doch änderte es alles.

Sandra hob den Kopf vom Kissen. „Aber?"

Er beugte sich leicht vor. „Es gibt eine Möglichkeit. Eine experimentelle Prozedur, aber dann müssen Sie zu allem bereit sein. Ich selbst weiß nichts darüber, was ich weiß das Sie sich jetzt entscheiden müssen. Wollen Sie leben sind Sie dazu bereit alles mit zumachen was man verlangt. Denken Sie genau darüber nach, ich mag Sie Sandra ich rate ihnen davon ab aber es ist ihre entscheidung." Er hielt inne und sah ihr direkt in die Augen. „Ihr Körper ist zu schwach, um die Krankheit noch lange zu tragen.
Ich kenne die anderen Leute nicht aber ich weiß das Sie viele möglichkeiten haben. Mehr als wir hier im Krankenhaus.

Sandra starrte ihn an. „Was meinen Sie damit?"

„Dass man Ihren Körper nicht heilt", sagte er leise. „Man ersetzt ihn. Stück für Stück. Bis nichts mehr von dem alten da ist, was sterben kann."

Außen, hinter der halb offenen Tür, flackerte das Licht des OP-Saals – kalt und weiß wie die Decke über ihr.

Sandra sah auf ihre Hände. Sie lagen unter der weißen Bettdecke, klein und blass und warm. Noch warm. Noch menschlich.

„Wie lange", fragte sie, „würde das dauern?"

Der Arzt lächelte – zum ersten Mal seit er hereingekommen war.

„Das", sagte er, „ist eine Frage, die Ihnen jemand anderes beantworten muss."

[Fortsetzung folgt]

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skyfsandra

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KAPITEL 2: DIE FREMDEN

Sandra ist nach dem Gespräch mit dem Arzt eingeschlafen – für sie war das schon sehr anstrengend.
Ihre Gedanken kreisen. Sie hat zugesagt, auch wenn der Arzt ihr abgeraten hat. Sie hat viele Fragen: Wie wird es weitergehen?
Sie weiß nur eins: Sie will leben.

Als sie wieder aufwacht, ist es sehr dunkel – ein sehr schwaches Licht. Sie sitzt auf einem Stuhl. Ein Zucken durchfährt sie; sie spürt die Fesseln an ihrem Körper.
Man will sicherstellen, dass sie nicht vom Stuhl fällt, da ihr Körper so schwach ist. Sie hat sowas schon gesehen – das ist normal. Ihr Atem wird wieder ruhiger. Sicher wird gleich jemand kommen und ihr sagen, welche Untersuchung gemacht werden soll.
Jetzt, wo sie wartet, wird ihr die Kälte der Fixierung bewusst. Leicht zieht sie mit ihrer Hand an der Fixierung; sie bewegt sich nicht. Auch ihre Beine sind fest fixiert – sie spürt es jetzt genau. Auch wenn sie ihn nicht sehen kann: Dieser Halsring, der ihren Kopf hält, sitzt genau so, dass sie nicht einmal nach vorn auf die Fesseln schauen kann. Ihr Blick ist nur geradeaus in den fast dunklen Raum gerichtet.

Plötzlich geht das Licht an. Ihre Augen schließen sich unweigerlich, um dem grellen Licht zu entfliehen – nur langsam kann sie die Augen wieder öffnen.
Sie sieht nur die Wand vor sich. Eine Stimme hinter ihr sagt kalt: „Sie haben sich entschlossen, am Programm teilzunehmen. Darum haben wir Sie in eine Hochsicherheits-Einrichtung gebracht."
„Sie werden hier von uns behandelt, aber es gibt Regeln. Hören Sie genau zu – ich werde sie jetzt nur einmal sagen."
„Sie sprechen nicht, außer man fragt Sie."
„Sie antworten immer mit Ja oder Nein."
„Sie stellen niemals Fragen."
„Wenn eine Behandlung schmerzhaft ist, ertragen Sie es einfach."
„Und am wichtigsten: Merken Sie sich das sehr gut. Wenn man Sie zu etwas auffordert, werden Sie es befolgen – wenn nicht, werden Sie bestraft."

Dann erlischt das Licht im Raum. Kalte Stille. Und sie spürt jetzt im Dunkeln die Fesseln wieder ganz genau.
Sie spürt, dass sie nackt ist und nicht einmal einen Slip trägt. Wer hat sie ausgezogen und auf diesen Stuhl gesetzt?
So viele Fragen. Warum kommt keiner und bringt sie in ihr Zimmer? Ist sie wirklich nicht mehr in der Klinik, sondern in einer geheimen Einrichtung?
Die Fesseln werden ihr immer mehr bewusst. Erst hat sie sich nicht so richtig getraut, aber jetzt zieht sie stärker an ihnen. Es wird unangenehm – so fixiert zu sein, sich nicht bewegen zu können.
Aber die Fesseln sind fest und unnachgiebig. Ohne Hilfe kann sie sich nicht befreien.

Plötzlich geht das Licht wieder an und blendet sie wie beim ersten Mal. Drei Personen treten vor – sie alle drei sind Männer in weißen Kitteln. Sie betrachten sie und machen sich Notizen.
In Sandra steigt Unruhe auf, und sie spürt, wie sie instinktiv ihre Beine schließen möchte – aber die Fesseln hindern sie daran. Sie spürt klar ihre Scham: Vor diesen drei Männern nackt gefesselt zu sitzen, zur Beschau da zu liegen.
Grade wollte sie noch etwas sagen, aber ihre Stimme ist einfach nicht dazu in der Lage – zumal es ihr sehr peinlich ist, so vor diesen drei Männern zu sitzen.
Die Männer betrachten sie genau, was die Peinlichkeit in ihr nur noch mehr verstärkt. Sie kann nur versuchen, ihren Blick abzuwenden.

Plötzlich sagt einer der Männer: „Wir verbringen Sie nach C3."
Die Männer gehen und das Licht geht aus. Im Dunkeln versucht Sandra jetzt bewusst, sich gegen die Fixierung zu wehren – aber sie kann nichts tun. Die Fesseln halten sie fest an den Stuhl fixiert. Sie wartet in der Stille. Sie hört ein leichtes Summen oder Rauschen. Sie ist erschöpft, fühlt sich müde.

[Fortsetzung folgt]

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KAPITEL 3: DIE BEFRAGUNG

Das Licht ging an, und diesmal blieb es an.

Sandra blinzelte. Der Raum war anders als der vorherige – kleiner, enger, die Wände aus hellem Beton, glatt und kühl.
Sandra war immer noch fixiert. Die Fesseln am Stuhl hielten ihre Arme gespreizt, ihre Beine waren auseinandergezogen und festgeschnallt, der Halsring hielt ihren Kopf gerade – sie konnte nicht wegschauen, nicht den Blick senken. Sie saß da, nackt, in diesem grellen Licht, und spürte, wie sich ihr Gesicht erwärmte.

Plötzlich nur eine Stimme, flach und gleichmäßig, als würde sie vorlesen:

„Bitte antworten Sie richtig."

Sandra schluckte. Ihre Kehle war trocken. „Ja", sagte sie leise.

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„Frage eins: Sind Sie 22 Jahre alt?"

„Ja", sagte Sandra.

„Frage zwei: Sind Sie weiblich?"

Sandra musste leicht lächeln, aber sie antwortete „ja".

„Frage drei: Sie lieben es zu schwimmen?"

Sandra zögerte einen Moment. „Ja."

„Frage vier: Sie tragen gern Latex- und Gummie-Unterwäsche?"

Hier wurde Sandras Gesicht heiß. Sie spürte, wie sich ihre Wangen spannten, und hasste es, dass sie das nicht verbergen konnte – der Halsring ließ ihr keinen Winkel, in den sie hätte wegsehen können. „Ja", sagte sie.

„Frage fünf: Was essen Sie zum Frühstück?"

„Spiegeleier", sagte Sandra.

„Frage sechs: Sie hören gern Musik?"

„Ja."

„Frage sieben: Haben Sie Haustiere?"

Sandra atmete aus. Diese Frage war einfach. „Nein."

„Frage acht: Wie oft wechseln Sie Ihre Unterwäsche am Tag?"

Zwei Mal", sagte Sandra, und spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog.

„Frage neun: Magst du Fesselspiele?"

Sandra starrte auf die Wand vor sich. Der Halsring ließ ihr keine Wahl. Sie spürte, wie sich ihr ganzer Körper anspannte, von den Schultern bis in die Zehen. Die Frage hing in der Luft zwischen ihnen, und sie konnte nicht einmal wegsehen.

„Ja", sagte sie. Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.

„Frage zehn: Masturbierst du dich selbst?"

Sandra wollte antworten. Ihre Lippen bewegten sich, aber kein Ton kam heraus. Sie spürte, wie ihr Gesicht brannte – nicht nur die Wangen, sondern der Hals, die Ohren, alles. Die Fesseln hielten sie fest in diesem grellen Licht, und sie konnte nichts tun außer dazusitzen und zuzuhören, wie ihre eigene Scham im Raum lag wie ein dritter Mensch.

„Ja", sagte sie schließlich. Das Wort fiel aus ihr heraus, klein und leise, fast entschuldigend.

„Danke. Wir sind fertig."
Als wäre nichts passiert. Als hätte man nicht gerade die intimsten Ecken von Sandra ausgeleuchtet wie einen Operationstisch.

Die Befragung ist beendet. Sandra fühlt sich unwohl – und warum wollte man so etwas von ihr wissen?

Das Licht blieb an.

Sandra saß da, fixiert, nackt, in diesem grellen weißen Licht, und spürte, wie ihr Körper zitterte – nicht vor Kälte. Vor dem, was gerade passiert war. Vor der Art, wie man sie gefragt hatte. Wie man ihre Antworten genommen hatte, eine nach der anderen, ohne ein einziges Mal den Ton zu ändern.

Die Fesseln hielten sie fest. Der Halsring hielt ihren Kopf gerade. Und irgendwo tief in ihr, unter all dem Peinlichen und dem Brennen in den Wangen, spürte sie etwas anderes – klein, warm, fast unangenehm klar:

Sie hatte geantwortet. Alle zehn Fragen. Richtig.

Und das Licht ging nicht aus.

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