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Kaffee im Elbepark – wie ich Klaus kennenlernte
Offenvon skyfsandra · erstellt am 03.09.2026 15:27
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Es begann mit einer Nachricht auf Facebook. Ich hatte gerade noch nicht richtig verstanden, was mich da erwartet, als Klaus mir schrieb – ein Name, den ich bis dahin nur aus dem Internet kannte. Wir schrieben eine Weile hin und her, und irgendwann stand fest: Wir treffen uns.
Die Planung war anfangs einfacher, als man denkt – und dann doch wieder nicht so ganz. Wir wollten einen Ort finden, der für beide bequem erreichbar ist, hell genug, um sich wohl zu fühlen, aber auch ruhig genug zum Reden. Nach ein paar Vorschlägen landeten wir beim Elbepark. Ein großes Einkaufszentrum, mitten in der Stadt – und genau das richtige: Man kann dort gut ankommen, hat viele Möglichkeiten für einen Kaffee, und es ist öffentlich genug, dass man sich sicher fühlt, wenn man jemanden zum ersten Mal trifft.
Wir einigten uns auf einen Tag und eine Uhrzeit. Klaus schlug vor, wir treffen uns direkt bei einem der Cafés im Erdgeschoss – so müssen wir nicht erst suchen oder lange warten. Ich sollte einfach nach ihm Ausschau halten: ein Mann in einem grauen Pullover, der an der Theke steht. So einfach war das.
Am Tag selbst stand ich etwas früher auf als nötig. Ich überlegte noch einmal, was ich tragen möchte, und versuchte, die Nervosität zu ignorieren, die sich trotzdem breitmachte. Als ich im Elbepark ankam, war es voll wie immer – Menschen mit Einkaufstüten, Kinder, die an den Händen ihrer Eltern zogen, das leise Summen der Musik aus den Geschäften. Ich ging zur Theke des Cafés und bestellte meinen Kaffee.
Und dann sah ich ihn. Klaus stand genau dort, wo wir es vereinbart hatten, in dem grauen Pullover. Er winkte mir zu, und für einen Moment wusste ich nicht, ob ich mich freuen oder nervös sein sollte – beides war wohl richtig. Ich ging auf ihn zu, und er schüttelte mir die Hand.
Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster, bestellten nach und merkten schnell: Hier wird nicht geredet wie bei einem kleinen Smalltalk. Die Zeit verging einfach. Wir sprachen über alles Mögliche – über den Alltag, über Hobbys, darüber, was einem im Leben wichtig ist. Und dann kam das Thema, das mich besonders interessiert hat: Fesselspiele und BDSM. Klaus erzählte, was er besonders mag, wie er sich seine Szenen vorstellt, worauf es ihm ankommt. Ich hörte zu, fragte nach, teilte meine eigenen Vorlieben – und merkte, dass wir auf einer Wellenlänge waren.
Es war eines dieser seltenen Treffen, bei denen man am Ende nicht nur einen Kaffee getrunken hat, sondern das Gefühl hatte, jemanden wirklich kennengelernt zu haben. Wir verabschiedeten uns mit dem klaren Plan: Es gibt ein nächstes Mal.
Das zweite Treffen mit Klaus stand an, und diesmal hatte er sich was Besonderes einfallen lassen. Statt eines zufälligen Cafés in der Stadt hatten wir uns für einen kleinen Platz im Elbepark verabredet – einer dieser gemütlichen Orte, wo man fast vergisst, dass man eigentlich nur Kaffee trinken wollte.
Er war schon da, als ich ankam. Saß an einem Tisch am Fenster, das Licht fiel warm durch die Scheibe und legte sich auf seine Schultern. Ich setzte mich, bestellte einen Kaffee – und dann begann das Gespräch, das mich nicht mehr losließ.
Wir redeten stundenlang. Nichts davon war oberflächlich. Klaus erzählte von seiner Arbeit, von den Dingen, die ihn wirklich interessieren, von dem, was er sich für sein Leben vorstellt. Und ich merkte, wie ich ihm zuhörte – nicht aus Höflichkeit, sondern weil es mich genuinely neugierig gemacht hatte.
Dann kam das Thema, auf das ich mich gefreut hatte: seine Vorlieben. Er sprach offen und ohne Scheu darüber, was ihn anzieht, was er mag, was er sich wünscht. Keine Floskeln, kein Herumreden – einfach ehrlich. Und je mehr er erzählte, desto klarer wurde mir, dass wir auf derselben Wellenlänge lagen.
Ich erinnere mich, wie ich mit beiden Händen um meine Tasse schloss und ihm zuhörte, während draußen das Licht langsam wärmer wurde. Der Kaffee war längst kalt geworden – aber das hat mich nicht interessiert.
Als wir uns verabschiedeten, wusste ich: Das hier war kein Zufall. Und es würde nicht bei zwei Treffen bleiben.
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Wir hatten uns schon dreimal im „Kaffee im Elbepark“ getroffen. Es war jedes Mal ein bisschen vertrauter, ein bisschen mutiger – und irgendwann war klar, dass es nicht nur beim Kaffee bleiben würde.
Nach dem dritten Treffen saßen wir im Auto. Klaus legte mir Handschellen an, ruhig und sicher, nicht grob, aber eindeutig. In dem Moment habe ich gemerkt, wie sehr ich diese Mischung aus Vertrauen, Nervosität und Kontrollverlust mag.
Was danach kam, war nicht laut oder übertrieben. Nur seine Nähe, seine Hand, seine Finger – und irgendwann konnte ich einfach nicht mehr dagegenhalten. Mein Körper hat schneller Ja gesagt als mein Kopf.
Ich bin danach noch eine Weile still im Auto gesessen und musste erstmal wieder richtig ankommen.
Kennt ihr solche Treffen, bei denen aus einem harmlosen Kaffee plötzlich etwas wird, das man nicht mehr vergisst?